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Geistliche der Pfarrei Brenken

Bis ins 20. Jahrhundert gehört Ahden als Filialgemeinde zur Pfarrei Brenken. Das heißt, dass die kirchliche Seelsorge zu dieser Zeit von Brenken aus wahrgenommen wird. Dazu gehört auch die Vollziehung von Taufen, Eheschließungen und Bestattungen, die in den Kirchenbüchern festgehalten werden. Die Brenkener Kirche besitzt bis zu Beginn des 19. Jahrhunderts aber auch Grundbesitz in Ahden, was dazu führt, dass ihr die pachtpflichtigen Bauern als Gegenleistung für das bewirtschaftete Land Abgaben und Dienste zu leisten haben.

Die Pfarrei Brenken ist über einen langen Zeitraum hinweg Teil des Archidiakonats des Domprobstes. Ein Archidiakonat ist sozusagen die Verwaltungsebene zwischen Dekanat und Diözese. In früherer Zeit steht die Besetzung der Pfarrstellen und die geistliche Gerichtsbarkeit in den Orten des Diakonats dem Archidiakon zu. Schwerwiegende Fälle gehen an das Offizialat, eine ebenfalls geistliche Einrichtung, die von einem Mitglied des Paderborner Domkapitels geleitet wird.

Die Erzdiözese Paderborn wird bis zur Auflösung des Fürstbistums Paderborn zu Anfang des 19. Jahrhunderts vom Fürstbischof geleitet. Der Fürstbischof von Paderborn ist zu dieser Zeit neben dem Baron von Brenken, dem Kloster Böddeken und dem Pfarrer von Brenken der bedeutendste Grundherr in Ahden. Er tritt somit sowohl als Grundherr als auch als Landesherr in Ahden auf. Die Steuern und Abgaben der von ihm abhängigen Bauern, die ihm sowohl als pachtpflichtige Eigenbehörige als auch als steuerflichtige Untertanen verpflichet sind, nutzt er zur Finanzierung seiner Herrschaft.

Da die Kirche somit über mehrere Jahrhunderte hinweg die sozialen, wirtschaftlichen und jurisdiktionellen Verhältnisse der Gemeinde Ahden beieinflusst, möchte ich hier kurz die mir bekannten Geistlichen der Pfarrei Brenken mit dem jeweiligen Zeitraum ihrer Tätigkeit aufführen:


1427: Werner von Brenken

1480: Johann Heidenacker

1613 - 1640: Caspar Welp

1640 - 1669: ?

1669 - 1679: Jodocus Fincken aus Delbrück

1679 - 1707: Hermann Ernesti aus Paderborn

1707 - 1745: Hermann Degner aus Melle

1745 - 1759: Johannes Claudius Dufresne (vermutlich Sohn des Kaufmanns Claudius
                      Dufresne aus der Pfarrei Latour in der Diözese Genf)

1759 - 1804: Johannes Hermann Terheiden aus Ippenburg

1804 - 1851: Clemens Laufkötter aus Wünnenberg

1851 - 1874: Heinrich Steins aus Verlar

1874 - 1886: ?

1886 - 1892: Johannes Pieper

____ - 1908: Joseph Auffenberg aus Paderborn

1908 - Heute: ?

Heute: Josef Kersting





Quellen:

Kirchenbücher und Zugänge der Pfarrei Brenken im Erzbistumsarchiv Paderborn

Joseph Freisen: Die Matrikel der Universität Paderborn. Matricula Universitatis Theodorianae. 1614-1844, Bd. 1-3, Würzburg 1931/1932 (Reprint: Nendeln Liechtenstein 1980)

Dieter Hattrup und Hermann Josef Schmalor: Die Geburt aus dem Kopfe, in: Westfäliche Zeitschrift, Bd. 149, 1999

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