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AK Eine Welt

Aktion MinibrotSeit 35 Jahren organisiert die KLJB im Erzbistum Paderborn die Aktion Minibrot.Mitglieder des Arbeitskreises 'Eine Welt' erarbeiten jedes Jahr neu eine Arbeitsmappe, die so genannte 'Minibrotmappe'. Diese enthält Informationen zum jährlich wechselnden Schwerpunktthema, Beispiele für erfolgreiche Projektarbeit in Sambia, einen Nachweis der Verwendung der Spenden aus dem Vorjahr, kreative Umsetzungsvorschläge, Rezepte, Buchvorstellungen usw.Von besonderer Bedeutung sind jedoch die Vorschläge zur Durchführung eines Erntedank-Gottesdienstes und die Vorstellung von drei beispielhaften Projekten, die in Sambia (oder auch in anderen Ländern) finanziell unterstützt werden sollen.Im Rahmen der Aktion Minibrot beteiligen sich jedes Jahr während der Erntedankgottesdienste die KLJB-Ortsgruppen und viele katholische Kirchengemeinden im Erzbistum Paderborn.Während oder nach dem Gottesdienst werden kleine Brote, die so genannten 'Minibrote' gegen eine Spende abgegeben. Diese Spenden kommen den entwicklungspolitischen Projekten zugute.  Die Aktion Minibrot wird durch den ehrenamtlichen Einsatz vieler KLJB-Mitglieder, die Jahr für Jahr die Arbeitsmaterialien erstellen, organisiert. Die Durchführung liegt bei den KLJB-Mitgliedern vor Ort und den Mitgliedern der katholischen Kirchengemeinden im Erzbistum Paderborn.Dies geschieht seit 1970, und bisher ist keine Ende in Sicht!

Am Anfang stand das 'Mi-Schwein'......(=Missionsschwein) auf den Höfen, auf denen KLJBlerInnen wohnten und arbeiteten. Es wurde jeweils ein Ferkel großgezogen, dessen Erlös für die Mission gespendet wurde. Seit 1970 hieß 'Mission' dann 'Entwicklungshilfe', und aus der Schweineaufzucht wurde die 'Aktion Minibrot', verbunden mit Kontakten und Unterstützung in Ländern innerhalb Asiens und Lateinamerikas.Im Rahmen der Aktion Minibrot werden jedes Jahr während der Erntedankgottesdienste der KLJB-Ortsgruppen und vieler katholischer Gemeinden im Erzbistum Paderborn kleine Brote gegen eine Spende abgegeben.Diese Spenden kommen entwicklungspolitischen Projekten zugute - seit 1993 vorrangig in Sambia.Nach gegenseitigem Austausch und persönlichen Treffen in Sambia wurden die Grundsteine für die Partnerschaft gelegt. 1993 entschied sich die KLJB-DiÖzesanversammlung für die 'Gründung' der Partnerschaft zur Landjugend in Sambia (CARYM), die bis heute besteht. Die CARYM, Catholic Agricultural Rural Youth Movement, so der Name der sambianischen Landjugend, hat es sich zur Aufgabe gemacht, die grassierende Landflucht mittels Förderung innovativer landwirtschaftlicher Projekte einzudämmen und Projekte zur regionalen Förderung zu unterstützen.Seitdem konnten durch gegenseitigen Austausch und viele Besuche in Sambia und in Deutschland persönliche Beziehungen aufgebaut und entwickelt werden. Das gegenseitige Wissen umeinander wächst, und vor diesem Hintergrund ist Entwicklungshilfe keine 'Einbahnstraße' mehr, auf der die 'Reichen' den 'Armen' etwas abgeben. Die Partnerschaft lebt durch Gegenseitigkeiten: Im Austausch, im Lernen und Arbeiten - und auch im Feiern.Durch die 'Aktion Minibrot' und die langjährigen Kontakte hat Sambia eine besondere Bedeutung für die KLJB Paderborn bekommen. Die Höhepunkte liegen dabei natürlich in den persönlichen Begegnungen, wie die Besuche der Sambianerinnen und Sambianern in Landjugendorten hier im Erzbistum Paderborn (in 1995, 2001 und im Rahmen des Weltjugendtages) und durch die Besuche von KLJB-Delegationen in Sambia (in 1994, 1999 und im Anschluss an den Weltjugendtag 2005). Aber auch der Austausch mit CARYM-Mitgliedern während der MIJARC-Weltversammlung 2004 und verschiedene Arbeitseinsätze einzelner KLJB-Mitglieder haben dazu geführt, dass der Kontakt zu unseren Partnern in Sambia intensiviert wurde und dadurch die internationale Arbeit in unserem Verband gestärkt werden konnte.

 

 

blue planetMit dem Projekt "blue planet" setzt der Arbeitskreis Eine Welt der Katholischen Landjugendbewegung im Erzbistum Paderborn einen inhaltlichen Schwerpunkt zum Thema Wasser. Bis Ende 2006 wird dazu unter dem Titel 'Blue Planet' gearbeitet. Wir sind es nicht anders gewöhnt: Ein Dreh am Wasserhahn, und wir haben genug Wasser in Trinkqualität. Zum Zähneputzen, für die Toilettenspülung oder zum Autowaschen. Dabei ist uns kaum bewusst, dass dies in anderen Ländern der Erde oft ganz anders ist. Sauberes Wasser ist dort ein kostbares Gut, das oft eher selten ist, dessen Beschaffung viel Zeit und Mühe kostet. Aber: Ohne Trinkwasser kann bekanntlich niemand Überleben. Ein Mensch kann ohne zu essen 10 bis 15 Tage Überleben, aber nur 2 bis 3 Tage ohne zu trinken. Deshalb gehört die Wasserversorgung zu den wichtigsten Aufgaben eines Staates. Fast Überall auf der Welt ist sie Öffentlich organisiert, auch wenn es derzeit in vielen Ländern die Bestrebungen der Privatisierung von Wasser gibt.Zur Wasserversorgung gehört es, die benötigten Wassermengen zu sichern. Zum Beispiel durch Schutz von Grundwasservorkommen, Flüssen und Seen. Oder durch die Reduzierung von übermäßigem Verbrauch im Sinne von Nachhaltigkeit. 'blue planet' will dazu anregen, mit dem Verbrauch von Wasser sensibler umzugehen, Hintergründe zu erkennen und (weltweite) Zusammenhänge zu erkennen. Nicht zuletzt, das Thema kreativ anzugehen.Stichwort: Wassersituation - weltweit und in DeutschlandDie UNO charakterisiert Wasser als "ein für Leben und Gesundheit wesentliches Öffentliches Gut", es wurde ein Menschenrecht auf Wasser festgeschrieben. Das meint den diskriminierungsfreien Zugang zu Trinkwasser und Wasser für den unmittelbaren Lebensunterhalt sowie den nachhaltigen Schutz und Erhalt von Wasservorkommen für andere Spezies und für künftige Generationen. Und trotzdem gibt es in vielen Ländern dieser Erde keinen ausreichenden Zugang zu sauberem Wasser. Viele Länder schaffen es oftmals nicht, eine grundlegende Wasserversorgung oder eine ausreichende Abwasserentsorgung für alle Bevölkerungsteile zu gewährleisten. Aus dem Grund einigten sich die Mitglieder des Weltgipfels von Johannesburg im September 2002 im Rahmen der Milleniumsziele auf die Zielvorgabe, bis 2015 den Anteil der Menschen zu halbieren, die ohne sauberes Trinkwasser und ohne Abwasserentsorgung auskommen müssen.WasserarmutsindexAnfang des 21. Jahrhunderts hatten 1,2 Milliarden Menschen keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser; 2,4 Milliarden Menschen verfügten nicht Über eine hygienische Abwasserentsorgung und 450 Millionen Menschen in 29 Ländern litten unter extremer Wasserknappheit. Wasserknappheit herrscht, wo pro Kopf und Jahr weniger als 1000 Kubikmeter sich erneuernden Süßwassers verfügbar sind. In zahlreichen Ländern des Nahen Ostens besteht bereits Wasserknappheit; einige kommen nicht einmal auf 500 Kubikmeter. Um das Jahr 2000 Überstieg das Wachstum des weltweiten Süßwasserverbrauchs das Bevölkerungswachstum. Die UNO schätzte 2003, dass 2025 zwei Drittel der Weltbevölkerung von Wasserknappheit betroffen sein könnten. In der Vergangenheit wurde ein Index entwickelt, um die vielfältigen physikalischen, Ökologischen und sozioökonomischen Ursachen von Wasserarmut zu beschreiben. Mehr als eine Milliarde Menschen haben laut UN-Angaben gar keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser. Und dies, obwohl viele Staaten, in denen Wasserarmut herrscht, im Prinzip Über ausreichend Ressourcen des Wassers verfügen würden. Was sind also die Ursachen der beinahe weltweiten Wasserkrise? Wissenschaftler des britischen Zentrums für Ökologie und Hydrologie haben sich diese Frage gestellt, und gemeinsam mit z.B. Experten des Weltwasserrats (World Water Council). Sie haben physikalische, Ökologische und sozioökonomische Faktoren in einem Wasserarmutsindex zusammengefasst mit dem Ziel, die vielfältigen Ursachen von Wasserarmut zu untersuchen. Die fünf Faktoren sind: Ressourcen, Zugang, Kapazität, Nutzung und Umwelteinfluss. für jeden der fünf Faktoren vergab der Wasserarmutsindex zwischen 0 und 20 Punkte. Ein Land, das alle vorliegenden Kriterien vollständig erfüllt hatte, erhielt somit insgesamt 100 Punkte. Eine Länderrangliste, die 147 Länder umfasst, stellte Finnland mit 78 Punkten auf den ersten Platz, gefolgt von Kanada, Island, Norwegen, Guyana, Österreich, Irland, Schweden und der Schweiz. Am Ende der Liste standen Burundi, Ruanda, Benin, Tschad, Dschibuti, Malawi, Eritrea, Äthiopien, Niger und Haiti mit je 35,1 Punkten. Der Wasserarmutsindex demonstriert die enge Verknüpfung von Wasserarmut und Einkommensarmut. In vielen Fällen ist der Mangel an Geld die Ursache für ein ineffizientes Wassermanagement und eine unzureichende Wasserversorgung. Der Großteil der Entwicklungsländer ist in der zweiten Hälfte der Wasserarmutsliste zu finden. In Staaten wie Angola, Guinea, Kambodscha, Madagaskar, Sierra Leone oder Zentralafrika gibt es große Mengen an Wasser. Gemäß Wasserarmutsliste sind die Wasserressourcen in diesen Ländern sogar größer als diejenigen der Schweiz oder Österreichs. Die Länder verfügen aber nicht Über genügend Kapital, um eine funktionierende Versorgung der Bevölkerung mit Trinkwasser gewährleisten zu können. Die notwendige Infrastruktur, bestehend aus Wasserleitungen, Kläranlagen oder sanitären Einrichtungen, ist entweder nicht vorhanden oder veraltet. Die Bevölkerung muss immer mehr Zeit aufwenden, um den täglichen Bedarf an sauberem Trinkwasser decken zu können. Wasser gibt es bei uns in Deutschland in vielen verschiedenen Formen und in ausreichender Menge. Westfälischer Nieselregen ist da nur ein Beispiel. Hochwasser, zum Beispiel am Rhein oder seinen Nebenflüssen, ist uns auch bekannt und stellt in der Menge eine Gefährdung des menschlichen Lebens dar. Wasserarmut liegt bei uns nicht vor. Deutschland liegt auf Platz 35 der Wasserarmutsliste und erreichte insgesamt 64,4 Punkte. Hohe Punktzahlen erhielt das Land für Zugang (20,0) und Kapazität (18,0). In Deutschland hat jeder Einwohner sicheren Zugang zu sauberem Trinkwasser, das Einkommen ist relativ hoch und die Bevölkerung ist relativ gebildet und gesund. Auch im Umgang mit der Umwelt hat Deutschland mit 13,7 Punkten ein gutes Ergebnis. Die Pro-Kopf-Wasserressourcen fielen allerdings eher knapp aus (6,5 Punkte), da einerseits vor allem im Nordosten und in der Mitte Deutschlands nur wenig Niederschlag fällt und andererseits die Bevölkerungsdichte sehr hoch ist. Trotz der geringen Ressourcen gehen die Menschen in Deutschland jedoch eher verschwenderisch mit ihrem Wasser um. Dies hat die eher niedrige Punktezahl 6,2 bei dem Faktor Nutzung zur Folge. Erntefest am 11. Oktober 2003Das Erntefest...

  • war ein Dankeschön für alle KLJB-Gruppen und Mitglieder, die sich (zum Teil schon seit Jahren!) bei der AKTION Minibrot beteiligt haben und so die Partnerschaft mit der CARYM unterstützen.
  • bot die Möglichkeit, sich beim Markt der Möglichkeiten Über Eine-Welt-Aktionen verschiedener KLJB-Orte zu informieren.
  • bildete den Abschluss des Fairetta-Riegel-Wettbewerbs mit Prämierung des verkaufsfreudigsten KLJB-Ortes
  • hatte einen brandaktuellen Diavortrag Über Sambia im Programm.

Eingeladen waren alle KLJB-Mitglieder, die sich an der Aktion Minibrot beteilig haben, alle Eine-Welt-Interessierten und alle Sambia-Fans.

 

Beteiligung beim mobilen KLJB-Projekt "Tatendrang"Die Eine Welt selbst erleben! - Wie das geht?Als KLJB-Ortsgruppe könnt ihr in der Diözesanstelle im Rahmen des Projektes Tatendrang verschiedene Aktionsangebote anfragen. Dazu kommt die Tatendrang-Projektreferentin zu euch in die Ortsgruppe und führt zu den unten genannten Themen bereits vorbereitete Einheiten mit euch durch.Hier eine Kurzübersicht:

  1. Welternährung - Welthunger
    Wir leben in einer verrückten Welt: Menschen sterben an Hunger, aber Schoßhündchen gehen an Verfettung ein.

  2. Aktion Minibrot
    Wie schnell vergessen wir bei unseren "Maxibroten", dass andere bloß von winzig kleinen "Minibroten" träumen?

  3. Der Schwarzfahrer
    Farbe bekennen, wenn alle anderen weg sehen. Wer nichts gegen Fremdenfeindlichkeit tut, macht mit.

  4. Fair Trade Party
    Gemeinsam fair gehandelte Produkte testen, miteinander kochen und feststellen, dass es doch einen Unterschied zum Discounter gibt.

  5. An einem Tag rund um die Welt
    Einmal auf Weltreise gehen und viele verschiedene Menschen und Kulturen kennen lernen, wer wünscht sich das nicht?

  6. Nimm, was du kriegen kannst!?
    Ausgiebiger Konsum ist nicht gleichbedeutend mit gutem Leben. Hier geht es nicht um einen rigorosen Verzicht, sondern um Alternativen zur Konsumgesellschaft.

  7. Licht aus!?
    Umweltbewusst und Ökologisch leben - leicht gemacht!

Kontakt:Diözesanstelle der KLJB

Am Busdorf 733098 Paderborn

Tel.: 05251/2888-460

E-Mail:tatendrang@kljb-paderborn.de

 

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