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CHRONIK 1977

Das war 1977: Terrorismus – Arbeitslosigkeit – Kernenergie – Diskussionen!

Fragt man Freunde und Bekannte, muß man einstimmig hören, daß jeder mit sich und seiner Umwelt voll zufrieden war.

AUSSENPOLITIK:

JUMBO- Katastrophe auf Teneriffa…… 583 Tote      Säureattentate auf berühmte Gemälde von Rembrandt und Lucas Cranach……    Ölstrom aus Bohrinsel verseucht die Nordsee….. China testet erfolgreich eine Wasserstoffbombe….. Krisenherd Afrika; Schwarze werden immer noch wie 2. Klasse- Menschen behandelt…. In den unterentwickelten Ländern läßt sich Bokassa (Zentralafrika) zum Kaiser krönen;  ¼  des Gesamthaushaltes wird verpraßt, 100.000’e von Menschen hungern…. Die Engländer feiern 25 jähriges der Queen Elisabeth II. Prominente tote des vergangenen Jahres sind: Ludwig Erhardt ( Bundeskanzler); Charly Chaplin ( Schauspieler); Carl Zuckmeyer ( Schriftsteller); Wernher v. Braun ( Raketenforscher); Maria Callas ( Opernsängerin); Elvis Presley ( Rock-‚n‘-Roll-Sänger).

INNENPOLITIK:

Durch Gewalt und Terror kommen um: Generalbundesanwalt Siegfried Buback – Lufthansa-Kpt. Schumann, Bankier Jürgen Ponto, Arbeitgeberpräsident Hans Martin Schleyer, etliche Polizisten und Sicherheitsbeamte. Eine Sicherheitsstaffel, die GSG 9, bewahrt die Bundesrepublik vor einem Fiasko, trotz allem stellt sich aber später heraus, daß hohe Beamte in unserem Staat gefehlt haben, mehr noch, sie untragbar für weitere verantwortliche Arbeiten sind (Stammheim). Ebenso geschiet dieses im Fall der Spionage. Strategisch wichtige Punkte werden an den Osten verraten. Die Arbeitslosigkeit nimmt kein Ende( über 1 Millionen)….. Demonstrationen zum Bau des Kernkraftwerkes in Grohnde….. Kostendämpfung im Gesundheitswesen…..

SPORT:

Beckenbauer wechselt für einige Millionen den Club, er geht nach Amerika, nach Cosmos NewYork. Die Fußballnationalmannschaft bereitet sich durch etliche Spiele auf die WM 78 in Argentinien vor. Es werden streckenweise hervorragende Spiele geboten. Ein neuer Radkönig begeistert die Deutschen bei der Tour de France, Didi Thurau. Der Pionier des Dt. Fussball ist tot: S.Herrberger. Deutscher Meister wird einmal mehr Borussia Mönchengladbach. Allan  Simonsen wird Europas Fußballer des Jahres. Der BSV Ahden liegt in der Tabelle bis zum letzten April mit der Nase vorn. Im letzten Spiel, zu dem noch auf eigenem Platz, verlieren sie durch ein dumm geführtes  Spiel  Sieg und Aufstieg. Möge es in diesem Jahr besser sein.

KOMMUNALES:

Flugtag in Ahden wieder mit tausenden von Schaulustige. Attraktionen wie zuvor die Red Arrows. Paderborn feiert sein 1.200 jähriges Bestehen mit ca. 400 Einzelveranstaltungen und präsentiert sich von der besten Seite. Als prominente Gäste kamen: Elisabeth II, Prinz Philip und der Bunderpräsident Walter Scheel und Frau Mildred. Internationale Festwoche auf der Wewelsburg. Eine alte Dampflok. So schwer wie 136 Mittelklassekleinwagen, wird vorm verschrotten bewahrt;  Sie ziert das Eggemuseum in Altenbeken. Der Großkreis und die Eingemeindung mehrerer Orte ergibt nach wie vor Probleme für die Bewohner. Möge die Zukunft hier noch Abhilfe schaffen.

VEREINSWESEN; ORTSGESCHEHNISSE:

Fertiggestellt und große Einweihung des Kinderspielplatzes im Winkelfeld. Ein neuer Sportplatz wird im Bereich des Flugplatzes geschaffen. Die Kirche im Ort wird außen renoviert, daß Pfarrhaus wird nach Fertigstellung offiziell eingeweiht. Das 1.Pfarrfest für alle Einwohner Ahdens wird mit großer Tombola und Spaß und Spiel im Bereich der Hellweghalle aufgezogen. Im Jahre 1977 hatten wir 16 Geburten, 2 Todesfälle, 2 Eheschließungen  und 17 Kommunionkinder.

Unser Verein kann auf ein reges Jahr zurückblicken. 4 Versammlungen, 5 Vorstandssitzungen, 2 Vogelschießen, 1 Schützenfest, 1 Schützenabrechnung, 1 Kreisschützenfest mit Kreisschützenball und etliche Einladungen bestimmten das Vereinsgeschehen. Zu betrauern hat unser Verein Josef Schlüter. In den Verein aufgenommen wurden 6 Männer. Die Schänke bekam nach einstimmigen Beschluß Herr Wendler aus Brenken für 11.200,- DM. Am 29.Januar wurde zum 2. Mal ein Winterball veranstaltet. Trotz guter Stimmung wünscht sich der Verein eine bessere Teilnahme. Es sollten zumindest die Mitglieder an Vereinsfesten Solidarität beweisen.

Da der amtierende König Friedhelm Fischer durch einen Sterbefall in der Familie an der weiteren Durchführung seiner Pflichten entbinden werden mußte, war ein neues Vogelschießen notwendig. So geschehen am Fronleichnamstage. Kronprinz und Zepterprinz wurde Manfred Lüke, Apfelprinz Kurt Pätzold und Holschenkönig Willibald Füser. Den Königsschuß gab Heinz Lottmann Köhler ab. Seine Frau Annegret wurde von ihm zur Königin genommen. Ein Fest bei wunderbarem Wetter endete nach einem stimmungsvollen Tanzball. Es sei hier noch erwähnt, daß der König erstmals mit einer prachtvollen Kutsche mit Pferdegespann vorfuhr.

Das Hauptfest, unser Schützenfest stand wieder einmal im Zeichen der Sonne. Herrliches Wetter, gute Stimmung und eine volkstümliche Musik ließen es zum Fest des Jahres werden. Karussellfahrten und Sprudel gratis ließen auch die Kinderherzen schlagen. Der Montag mußte uns wieder einen neuen König bescheren. Nach zähem Ringen holte August Fischer den letzten Rest von der Stange. Ein Routinier verwies einmal mehr alle anderen auf die Plätze. Seine Ehefrau Blanca nahm den rechten Platz an seiner Seite ein. Kronprinz wurde Johannes Meier, Apfelprinz Stadtdirektor Theo Weischer,  Zepterprinz  Heinz Pätzold. Da noch reichlich Zeit war, wurden gleich zwei Holschkönige ermittelt. Es wurden dieses Josef Wüstner und einmal mehr Hubert Finke. Rechts und links zur Seite des Königs August Fischer marschierten Josef Finke und Johannes Meier als Adjudanten. Ein stimmungsvolles Fest, allem voran der amtierende König, nahm in den frühen Morgenstunden einen würdigen Ausklang. Die große Abrechnung erfolgte am 27. August. 136 Essen, 272 Biermarken, dazu das Freibier auf Fronleichnam waren zu begleichen. Ferner wurden am gleichen Tage 1.700 Freibiermarken in Biere umgewandelt. Diesen Ausgaben gegenüber wurden alle Würdenträger zur Kasse gebeten. Die Rechnungslage stimmte und das anschließend gefeierte Fest auch. Der Abschluß machte wie immer das Kreisschützenfest, diesmal in Büren. König Lottmann-Köhler machte noch einmal sein Gefolge mobil, Vorstand und einige Schützen schlossen sich an. Beim Königsschießen war Wilhelm Leniger aus Wewelsburg der glückliche neue Kreisschützenkönig. Wünschen wir ihm und unserem Nachbarort ein gutes Gelingen des nächsten Kreisschützenfestes 1978.

Das Weihnachtsfest 1977 begann wie in den Jahren zuvor. Die Brenkener Musikkapelle verstand es einmal mehr, eine Weihnachtliche Stimmung aufkommen zu lassen.

Der Schützenverein beweist sich gerade in diesem Jahr als der Größte in unserem Ort, er unterstützt nicht nur private Initiativen (Kinderspielplatz), auch andere Vereine bekommen bei Bedarf seine Uneigennützigkeit zu spüren. Solidarität im Vereinswesen und auch im privaten Bereich ? Die Zukunft wird es uns Zeigen !

 

Schmidt                                                              Ebers   

OBERST                                                            HAUPTMANN

 

Aufgestellt: Manfred Schmidt (SCHRIFTFÜHRER)

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