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Oeresund 2003 von Pfiffi

Und los gehts:

09.03.2003

Abfahrt Paderborn: 11:30 Uhr
Die Fahrt verlief ohne erwähnenswerte Komplikationen!
Ankunft Helsingör: 19:30 Uhr
Wolfgang, Marion und Mike erwarteten uns bereits.
Bei der obligatorischen Erbsensuppe und dem Begrüßungs-Bier wurde Wolfgang auch direkt nach der Momentanen Situation auf dem Öresund „ ausgequetscht“!
Die Antworten lies unsere Euphorie natürlich erst einmal verpuffen ( Zu Kalt, Nebel, Ost-Wind, viel Drift, in der Woche vorher kaum Fisch etc)!
Wolfgang meinte aber noch: „ Aber nun seit ihr ja da!
Nachdem wir dann noch zuhören bekamen, dass heute morgen nicht ein einziges Boot auslaufen konnte, musste ich sofort an das AB denken ( die armen Schlucker....)!
Gefachsimpelt wurde noch eine ganze Weile, bis zu schlafen gehen!


10.03.2003

06:00 Uhr aufstehen war angesagt, rein in die Klamotten und an Deck!
Den ausgelosten Platz eingenommen ( machen wir an jedem Tag aufs neuen immer abends), die Ruten montiert und noch einige Vorfächer gebunden!
Um 07:00 Uhr gibt es auf der Baltic-I immer Frühstück!
Während des Frühstücks fährt Wolfgang bereits auf dem Öresund es geht heute in Richtung Süden.
Ca 07:45 Uhr geht es los, die Pilker, Beifänger, Heringssysteme, etc fliegen in die Ostsee!
An diesem Tag stand ich auf der Abdrift-Seite!
Teilweise haben wir 200g und mehr gefischt, trotzdem kam man kaum an den Grund!
In der Letzten Jahren habe ich m Öresund fast nie schwerer als 120g fischen müssen, aber dieses Jahr war die Drift fast immer über 2KN!
Egal, Pilker runter und los geht’s..... den ersten Dorsch des Jahres fing Carsten alias Hague2301 mit großem Jubel wurde von jedem das Beutebier für den ersten Dorsch in empfang genommen!
Der Tag zog sich dann so dahin, jeder fing seinen Dorsch und Hering, aber es kam nur ein Dorsch über 10 Pfd aus den Fluten ( erneut Hague2301 / 81 cm – 5.1 Kg!)!
An diesem Tag wurden von uns 11 Personen ca. 50 Dorsche und ebenso viele Heringe sowie eine Scholle gefangen, der Anfang war gemacht!

In den gesamten Tagen fingen wir hauptsächlich auf grüne oder orange-silberne Pilker sowie auf Japanrote Beifänger.
Die Kollegen Olaf und Bernd ( Hesse) fingen auch den ein oder anderen Dorsch auf ihre Dorschbomben ( Eigenbau, bzw. von Hakuma!).
Der nächste Teil folgt in kürze, kuriose Fänge und Seenot incl.!

Und der Rest!

11.03.2003

Dieser Tag war im großen und ganzen recht Ereignislos.
Gefangen wurde in etwa die Menge des ersten Tages, ein paar mehr Heringe waren es!
Die Drift hatte nun teilweise fast 3 KN.
Die Dorsche lagen allesamt zwischen 10 und 70cm!
Die Heringe allerdings waren schön groß und fett, es hatte sich also gelohnt!
Da an diesem Tag ansonsten nichts außergewöhnliches passiert ist, widme ich mich lieber dem nächsten Tag!

12.03.2003

An diesem Morgen war es recht nebelig, aber noch soviel Sicht, dass wir herausfahren konnten!
Heute soll es Richtung Norden gehen!
Der anfängliche Nebel lichtete sich auch bald ( Wolfgang musste nur 2-3 mal das Nebelhorn ziehen!) so dass wir auch sehen konnten wo wir waren!
Neben uns tauchte ein dänisches Boote auf und fuhr die gesamte Zeit mit Vollgas im Kreis um dann in die „Eisen“ zu gehen , hupen, 2 Minuten warten , erneut hupen und Vollgas weiter! Ist halt die Art der Dänen zu angeln!
OK an diesem Morgen kamen einige schöne Dorsche an das Tageslicht, der bis dahin größte von mir mit 81cm und 6,2 kg!
Mittags tat sich hier im Norden auch nicht mehr das meiste, also entschloss sich Wolfgang in den Süden zu fahren ( die anderen Boote hatte zwar auch nicht allzu viel gefangen, allerdings sollte die Drift dort nicht so stark seien!
Kurz vor Feierabend kam Hotte´s großer Augenblick.... er pumpe eine ganze Weile an dem vermeintlichen Dorsch, bis sich eine Schnur an der Oberflache zeigte, an der Schnur gezogen kam eine Rute incl Multirolle ans Tageslicht!
Bei genauerer Betrachtung handelte es sich um eine ABU Ambassadeur und das beste, noch voll funktionstüchtig!
Die Rolle mit Rute lag maximal 36 Stunden in der See!
Feiner Fang kann man nur sagen!
Hiermit gewann Hotte dann auch die Tageswertung ( =>Beutebier)!

Mittlerweile war es 16:30 Uhr und Wolfgang fuhr Richtung Hafen!
Vor der Einfahrt mussten wir warten, da eine der Scnadlines-Fähren gerade einlaufen wollte, da gab Wolfgang auch schon wieder GAS!
Mike rief zu uns runter: „ Da ist wer in Seenot!“ wir fahren hin!
Zuerst konnte ich nichts erkennen, dann aber einen kleinen roten Punkt mitten in der Hauptfährlinie von Scandlines!
Je näher wir kamen um so genauer konnte man erkenne, was passiert war!
Zwei Dänen sind mit ihrer Nussschale (noch untertrieben) mit einem 5PS Motor auf den Sund raus zum fischen und waren nun in Seenot!
Die große Fähre fuhr in ca 15-20m Entfernung an den beiden vorbei und brachte sie fast zum kentern!
Wolfgang setzte sofort einen Notruf ab und versuchte sich vorsichtig dem Boot zu nähern!
Gar nicht mal so einfach, bei dem Wind und der Strömung.
Nach einiger Zeit kamen wir dann so nah ran, dass Mike den beiden ein Tau rüberwerfen konnte!
Die beiden befestigten es und Wolfgang versuchte Langsam Fahrt aufzunehmen ( minimale Fahrt sind immer noch ca 5KN).
Die Dänen hatten das Seil allerdings nicht vorne am Boot befestigt, sondern versucht es um die vordere Sitzbank zu legen, was natürlich zur folge hatte, dass sich das Boot erheblich zur Seite neigte und erneut Wasser ins Boot kam ( mittlerweile war das Boot zu über der hälfte voll!).
Wolfgang schaltete sofort und setzte volle Fahrt zurück!
„Aus Schluss vorbei, die beiden müssen an Board“ also die Bakleiter als Eingangsleiter umfunktioniert und die beiden Dänen an Board geholt!
Erst jetzt merken wir, dass total besoffen waren!
Sie erzählten uns, das sie am Morgen (!!!!! Vor ca 6-7 Stunden!!!!!) auf den Sund zum fischen wollte und nach ca 15 Minuten der Motor ausgefallen war. Also sind die beiden angefangen zu fischen und zu saufen!
Das ganze Unternehmen haben sie ohne Rettungswesten, ohne Paddel, ohne Resevertank und ohne Handy unternommen!
Als sie sich dann treibend der Fährlinie näherten bekamen sie es natürlich mit der Angst zu tun und begannen um Hilfe zurufen und zu winken.
Sicher im Hafen angekommen und mittlerweile mit einem heißen Tee und einer Zigarette versorgt, waren beide sichtlich erleichtert!
Der Hafenmeister nahm lediglich die Personalien auf!

So ging dann auch dieser aufregende Tag zu Ende!

13.03.2003

Heute war der letzte Tag unserer Tour!
Es ging erneut Richtung Süden!
Am Morgen hatten wir noch annehmbare Drift, so dass ich mit 60g + Beifänger fischen konnte!
Die Dorsche bissen auch einigermaßen, auch die Größe war in Ordnung.
Nun schlug allerdings Hague2301 noch mal zu!
Er fing den größten Dorsch der Tour: 84cm – 5.6KG
Am Nachmittag wurde die Drift dann so stark, dass wir nur noch auf Hering angelten, diesen Tag kamen auch wieder über 100 Heringe in schönen Größen an Board!

Fazit:

Im Gegensatz zum letzte Jahr wurde weniger gefangen, aber jeder hat seinen Fisch mit nach Hause nehmen können!
Auch wenn wir mit dem Fang nicht komplett zufrieden waren, entschädigt die Baltic-I mit ihrer Crew für den Rest!
Das Schiff ist einfach einmalig und die Crew super in Ordnung, nur zu empfehlen!
2- und 4-Bett Kabinen sprechen für den Komfort!
Hier gibt es die Bilder der Tour.

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