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Das Tambourcorps Ahden heute

Schützenfest 1986

Das Tambourcorps Ahden, das heute 27 aktive und 75 passive Mitglieder aufweist, präsentiert sich nach seiner nunmehr 60-jährigen Geschichte als ein Verein, der sich zu einem festen Bestandteil im Ahdener Ortsgeschehen entwickelt hat. Mit seinen rund hundert Mitgliedern ist er der viertgrößte Verein in der Gemeinde nach dem Schützenverein (280 Mitglieder), dem Sportverein (229 Mitglieder) und der Kath. Frauengemeinschaft (180 Mitglieder). Neben dem 1836 gegründeten Schützenverein und der seit 1907 bestehenden Freiwilligen Feuerwehr ist er nicht nur der drittälteste unter allen Ahdener Vereinen, sondern gehört auch zu den wenigen, die aus der Weimarer- und Zwischenkriegszeit ihre Tradition und Begeisterung über den 2. Weltkrieg hinwegretten konnten.

Ausdruck der besonderen Motivation, die die Mitglieder des Tambourcorps zu aller Zeit auszeichnete, ist die Tatsache, daß der Verein von nur 7 musikbegeisterten jungen Männern im Jahre 1928 gegründet, von 9 ebensolchen nach dem Krieg wieder auferweckt und lange Zeit von nur 12 bis maximal 18 Personen getragen wurde. Auch wenn Ende der 70er Jahre eine Krise insofern zu überwinden war, als ein starker Wechsel bei den Mitgliedern - viele ältere Mitglieder verließen den Verein, neue junge Mädchen und Jungen traten ein - einherging mit einer vorübergehenden Vereins- und Spielmüdigkeit, so ging der Verein eher noch gestärkt daraus hervor.

Wesentlichen Anteil an der positiven Entwicklung des Tambourcorps hat nicht zuletzt Konrad Müller, der neben Johannes Röhring und Hermann Kemper zu den unbestrittenen Säulen des Vereins zählt. Nach dem Rücktritt von Hermann Kemper im Jahr 1978 Dienstältester und Erfahrenster in den Reihen des Tambourcorps - immerhin gehört er zu den Männern, die den Verein nach dem Krieg wiederbelebten -, ist es zum großen Teil ihm zu verdanken, daß sich der Generationswechsel unter den Mitgliedern problemlos vollzog und der Verein heute gesund und stark dasteht. Konrad Müller, der auf dem letztjährigen 150-jährigen Jubelfest des Schützenvereins sein 40-jähriges Vereinsjubiläum feiern konnte und vom Tambourcorps entsprechend geehrt wurde, gehört wie bereits mehrfach erwähnt - seit langen Jahren zu dessem Vorstand, davon seit 14 Jahren als 1. Vorsitzender und Tambourmajor. Ihm zur Seite stehen bei der Leitung des Vereins Heinz-Josef Koch als 2. Vorsitzender, Hans-Josef Meier als Schriftführer sowie Roswitha Stelte als Kassiererin. Während die drei erstgenannten in dieser Konstellation bereits seit 1978 zusammen arbeiten, gehört Roswitha Stelte dem Gremium erst seit dem letzten Jahr an. Unter ihrer Führung nimmt der Verein nicht nur an den traditionellen Anlässen und Höhepunkten des Jahres, dem Heimatfest in Ahden und seit Gründung der Kreisschützenbundes Büren im Jahr 1958 regelmäßig bei dem Kreisschützenfest des Altkreises Büren teil, sondern auch an zahlreichen anderen Festen und Jubiläen in Ahden und Umgebung.

Abgesehen von den Musikfesten, zu denen das Tambourcorps Ahden immer wieder eingeladen wird, spielt der Spielmannszug z.B. im Wechsel mit den Nachbarvereinen aus Oberntudorf und Brenken regelmäßig am 1. Mai auf dem Waldfest des Musikvereins Upsprunge bei Kaup und erhielt 1984 eine Einladung als Festkapelle des seinerzeit amtierenden Kreiskönigs Eickeloh zum Kreisschützenfest des Altkreises Lippstadt.

Schützenfest 1986, Parade auf dem Kirchplatz

Seine feste Verankerung im Ahdener Dorfgeschehen beweisen die zahlreichen Aktivitäten und Veranstaltungen, die das Tambourcorps entweder selbst gestaltet oder zu denen es eingeladen wird. So führt das Tambourcorps nach seinen positiven Erfahrungen beim Waldfest 1963 seit 1973 zusammen mit dem Sportverein alle 2 Jahre ein Kinderfest durch. Dem Frühschoppen mit Konzert des Tambourcorps folgen nachmittags die Belustigungen und Spiele für die Kinder, wobei mit Kaffee, Kuchen, Würstchen und Getränken stets für das leibliche Wohl aller Gäste gesorgt ist.

Die mit langer Tradition alljährlich veranstaltete Karnevalsfeier, die nach der Einweihung der Hellweghalle entweder im Speisesaal oder im Jugendraum, in eigener Regie oder mit Wirt, mit 1-Mann-Unterhaltung oder Band, allein vom Tambourcorps oder zusammen mit dem Fischerverein durchgeführt wurde, findet seit 1983 nicht mehr statt, nachdem Interesse und Beteiligung von Vereinsmitgliedern und Bevölkerung immer mehr zurückgegangen war und auch eine vereinsinterne Karnevalsfeier keinen Anklang gefunden hat. Abgesehen von den vom Verein selbst initiierten Festivitäten beteiligt sich das Tambourcorps an einer Reihe weiterer Veranstaltungen: Seit mehr als 10 Jahren trägt das Tambourcorps mit einem Konzert und musikalischen Beiträgen zu dem im Rhythmus von 2 Jahren durchgeführten Pfarrfamilienfest der Gemeinde Ahden bei. Den von der Freiwilligen Feuerwehr seit 1980 jährlich veranstalteten Schnadgang begleitet das Corps ebenso wie den seit 1986 durchgeführten Tanz in den Mai und dem von Feuerwehr und Schützenverein gemeinsam veranstalteten Martinszug. (Nachdem zu letzterem der Brenkener Musikverein verpflichtet worden ist, hat nun das Ahdener Tambourcorps zur Zufriedenheit aller die musikalische Begleitung des Zuges übernommen). Darüber hinaus spielt der Verein auf zahlreichen anderen Gelegenheiten, Straßenfesten, zu Firmen- und Vereinsjubiläen, Geburtstagen und Polterabenden von Mitgliedern und vielem anderen mehr. (1984 gratulierte es der 1. Mannschaft des Ahdener Sportvereins zu ihrem Aufstieg mit dem sog. "BSV-Lied".)

Die Tatsache, daß das Ahdener Tambourcorps zu immer mehr und immer verschiedeneren Anlässen eingeladen wird, ist nicht zuletzt darauf zurück zu führen, daß der Verein stets um eine Erweiterung seines Könnens bemüht ist, wobei das Erlernen neuer Märsche allmählich zugunsten einfacher Volkslieder und Potpourris zurück getreten ist. Prägten früher - dem ursprünglichen Charakter eines Tambourcorps entsprechend - in erster Linie Militärmärsche wie der Coburger und Torgauer Marsch, Regimentsgruß, Preußens Gloria u.a.m., später dann vor allem sog. Volksliedermärsche wie "Der Jäger aus Kurpfalz", "Liebenmarsch", "Waidmannsheil" das Repertoire auch des Ahdener Corps, so beherrscht der Verein heute auch ein Potpourri, das sich aus Country und Western Liedern zusammensetzt und wagt er sich gar an den "Can Can" von Jacques Offenbach in der Bearbeitung von B. Bergener heran. Da in Ahden, genau wie anderswo, die oft nur mangelhafte Beteiligung an den für Dienstag abends im Jugendraum der Hellweghalle angesetzten Übungsabenden immer wieder das Einüben neuer Stücke und fruchtbares Arbeiten verhinderte bzw. verzögerte, wurden schon 1981 zusätzliche Richtlinien für die Aktiven des Vereins erlassen, in denen sie zur regelmäßigen Teilnahme an den Proben bzw. bei unvermeidbarer Abwesenheit zur vorherigen Abmeldung bei einem Vorstandsmitglied verpflichtet wurden. Trotz der zum Teil recht drastischen Maßnahmen bleibt der Übungsabend in Ahden auch heute noch eines der Hauptprobleme des Vereins.

Abgesehen von seinen musikalischen Darbietungen leistet das Tambourcorps in Ahden auch finanzielle oder handwerkliche Beiträge (zum Beispiel für eine Orgel oder einen Spielplatz, für die Kirchen- oder Hallenrenovierung), und pflegt mit seinen Mitgliedern zudem die Geselligkeit. Neben einigen Festen, die bei der Fischerhütte, im Jugendraum oder in Privaträumen gefeiert wurden, veranstalteten die Aktiven des Tambourcorps 1986 einen Familiennachmittag, der den Mitgliedern und ihren Familien noch in guter Erinnerung ist und zu einer festen Einrichtung werden könnte.

Zeugen all diese Angaben für die stete Aufwärtsentwicklung, die der Verein in den sechs Jahrzehnten von seinen ersten Anfängen bis zum heutigen Tag durchgemacht hat, so verdeutlichen dies noch einmal mehr einige abschließende Zahlen, die den weiten Bogen der Betrachtungen wieder zusammenführen. Verdankt das Tambourcorps seine Existenz der Initiative von 7 musikbegeisterten Ahdenern, so zählt der Verein heute rund 30 Aktive, davon 9 Mädchen, und 80 passive Mitglieder. In der Anfangsphase mit nur 2 Trommeln und 4 Querflöten ausgerüstet, gehören dem Corps heute 31 Musikinstrumente, die erst vor wenigen Jahren von Grund auf erneuert bzw. ganz neu angeschafft wurden. Besonders erfreulich ist die hohe Zahl jüngerer Vereinsmitglieder, die beweist, daß das Ahdener Tambourcorps auch in der heutigen Zeit den jungen Bewohnern unseres Dorfes eine Möglichkeit zu sinnvoller Freizeitgestaltung und musikalischer Betätigung bietet. Gerade die Tatsache, daß der Verein, der auf eine 60-jährige Geschichte zurückblickt, sich nicht über Nachwuchsmangel beklagen kann. - Neue Querflötenspieler befinden sich derzeit in der Ausbildung -, läßt berechtigterweise darauf hoffen, daß die Traditionen, die das Corps in 6 Jahrzehnten grundgelegt hat, auch in der Zukunft fortgeführt und gepflegt werden.

Mit dieser festen Überzeugung wollen wir nun unsere Ausführungen über die Geschichte des Tambourcorps in Ahden beschließen. Wir hoffen, daß wir allen Lesern Unterhaltendes und Informatives über unseren Verein vermitteln und dazu beitragen konnten, einige neue Kenntnisse über unsere Gemeinde zu erwerben.

Gruppenbild, Schützenfest 1987

Abgesehen von seinen musikalischen Darbietungen leistet das Tambourcorps in Ahden auch finanzielle oder handwerkliche Beiträge (zum Beispiel für eine Orgel oder einen Spielplatz, für die Kirchen- oder Hallenrenovierung), und pflegt mit seinen Mitgliedern zudem die Geselligkeit. Neben einigen Festen, die bei der Fischerhütte, im Jugendraum oder in Privaträumen gefeiert wurden, veranstalteten die Aktiven des Tambourcorps 1986 einen Familiennachmittag, der den Mitgliedern und ihren Familien noch in guter Erinnerung ist und zu einer festen Einrichtung werden könnte.

Zeugen all diese Angaben für die stete Aufwärtsentwicklung, die der Verein in den sechs Jahrzehnten von seinen ersten Anfängen bis zum heutigen Tag durchgemacht hat, so verdeutlichen dies noch einmal mehr einige abschließende Zahlen, die den weiten Bogen der Betrachtungen wieder zusammenführen. Verdankt das Tambourcorps seine Existenz der Initiative von 7 musikbegeisterten Ahdenern, so zählt der Verein heute rund 30 Aktive, davon 9 Mädchen, und 80 passive Mitglieder. In der Anfangsphase mit nur 2 Trommeln und 4 Querflöten ausgerüstet, gehören dem Corps heute 31 Musikinstrumente, die erst vor wenigen Jahren von Grund auf erneuert bzw. ganz neu angeschafft wurden. Besonders erfreulich ist die hohe Zahl jüngerer Vereinsmitglieder, die beweist, daß das Ahdener Tambourcorps auch in der heutigen Zeit den jungen Bewohnern unseres Dorfes eine Möglichkeit zu sinnvoller Freizeitgestaltung und musikalischer Betätigung bietet. Gerade die Tatsache, daß der Verein, der auf eine 60-jährige Geschichte zurückblickt, sich nicht über Nachwuchsmangel beklagen kann. - Neue Querflötenspieler befinden sich derzeit in der Ausbildung -, läßt berechtigterweise darauf hoffen, daß die Traditionen, die das Corps in 6 Jahrzehnten grundgelegt hat, auch in der Zukunft fortgeführt und gepflegt werden.

Mit dieser festen Überzeugung wollen wir nun unsere Ausführungen über die Geschichte des Tambourcorps in Ahden beschließen. Wir hoffen, daß wir allen Lesern Unterhaltendes und Informatives über unseren Verein vermitteln und dazu beitragen konnten, einige neue Kenntnisse über unsere Gemeinde zu erwerben.

© 2006-2017 Dorfrat Ahden e.V.
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